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Wissenswertes rund um Investmentfonds - Geschlossene Fonds - ETFs
Portfolio Korrelationen
Der Wunsch nach einem perfekten, sicheren und renditestarken Depot ist nachvollziehbar. Dennoch lässt sich dieser Wunsch auch mit der Portfoliotheorie nichthundertprozentig realisieren. Es gibt keine pauschalen Depotempfehlungen, die den individuellen Bedürfnissen aller Anleger entspricht. Dennoch kann, unter Berücksichtigung der Erkenntnisse der Portofoliotheorie, ein Depot zusammengestellt werden, dass mit individuellen Anpassungen nahezu perfekt für Sie ist. Die wichtigste Erkenntnis der Portfoliotheorie ist zugleich ihre größte Schwäche. Zur Erinnerung: Markowitz stellte fest, dass sich durch die Kombination unterschiedlicher Assetklassen Risiken mindern und Renditen optimieren lassen. Was ihm den Nobelpreis einbrachte, ist zugleich ein fataler Denkfehler. Markowitz setzte voraus, dass die Korrelationen zwischen den Assetklassen immer dieselben seien. In der Realität verändern diese sich jedoch beständig. Anders formuliert: Eine perfekte Depotzusammenstellung nach Markowitz ist nur rückblickend möglich. Dieser Umstand ist die Grundlage für zahlreiche Kritiken an der modernen Portfoliotheorie. Dennoch ist die grundlegende Erkenntnis der Portfoliotheorie für jeden Anleger wertvoll. Nur bei ausreichender Diversifizierung besitzt ein Depot ein angemessenes Chance zu Risiko Verhältnis. Weiterhin wissen wir dank der Portfoliotheorie, dass es auch eine so genannte Überdiversifizierung gibt. Märkte und Anlageklassen entwickeln sich zum Teil gleich, das wiederum bedeuted für den Anleger, dass er keinesfalls jeden Index einzeln mit einem Produkt abbilden muss. Fakt ist: Weder wirtschaftliche Entwicklungen der Märkte noch deren Korrelationen untereinander, lassen sich mit Sicherheit voraussagen. Die Lösung bietet eine möglichst marktbreite Aufstellung im eigenen Depot. Der Grund, warum Sie auf anderen Unterseiten stets wieder den Verweis auf globale Aktienfonds als Basis eines jeden Fondssparplans finden. Gerade für Anleger mit sehr begrenzten verfügbaren Mitteln, kann ein einziger globaler Aktienfonds bereits eine angemessene Risikodiversifizierung im Rahmen des möglichen darstellen. Eine einzige Sektor- oder Branchenwette, zum Beispiel auf Umweltaktien, kann niemals den Grundsätzen der modernen Portfoliotheorie entsprechen. Es stellt sich dennoch die Frage, wie lässt sich ein marktbreit aufgestelltes Depot zusammenstellen? Nun, es gibt verschiedene Ansätze. Man könnte auf Basis der WeltbBevölkerung, auf Basis des Vermögens der Nationen oder deren Rohstoffvorkommen über eine Depotzusammenstellung nachdenken. Erfolgversprechend und plausibel ist eine Berücksichtigung der realen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der jeweiligen Länder und Nationen. Ein möglicher messbarer Wert wäre hier das Bruttoinlandseinkommen (BIP). Dieses eignet sich aber nur bedingt für eine Analyse der wirtschaftlichen Leistungsfähgikeit, interessanter ist das Bruttonationaleinkommen (auch Bruttonationalprodukt). Dieses erhält man rechnerisch, indem vom BIP die an das Ausland gezahlten Einkommen subtrahiert und die vom Ausland empfangenen Einkommen addiert werden. Einen ersten Überblick erhalten Sie bei Wikipedia . Datenmaterial von 2006 können Sie auf der Internetseite der Weltbank einsehen. Auf Basis des Bruttonationaleinkommen lässt sich eine Gewichtung der Länder und Märkte vornehmen. Verständlicherweise bringt dieses einige Probleme mit sich. So wäresowohl der Depotanteil von Nordamerika als auch der Depotanteil Europas sehr hoch. Hier beginnt Ihr eigener individueller Gestaltungsspielraum. Wenn Sie beispielsweise von bestimmten Schwellenländern ein überdurchschnittliches wirtschaftliches Wachstum erwarten, so können Sie diese in Abhängigkeit Ihrer persönlichen Risikoneigung höher gewichten, als durch das BNE empfohlen. Bedenken Sie jedoch, das gerade Schwellenländer wesentlich höhere Wertschwankungen und Risiken aufweisen, als es bei etablierten Industrienationen der Fall ist. Als Basis für ein solides Depot sind diese ungeeignet. Dennoch ergibt sich ein weiteres Problem aus den unterschiedlichen Wachstumsraten und Wertentwicklungen. In regelmässigen Abständen sollte der Anleger die Gewichtung seines Portfolios überprüfen und anpassen. Empfehlenswert ist es, etwa einmal jährlich über die Zusammensetzung des eigenen Fondsdepots nachzudenken. Wieder waren Sie gezwungen, einen langen Artikel zu lesen, ohne das Ihnen am Ende eine wirklich handfeste Empfehlung unterbreitet wurde. Wie bereits erwähnt, es gibt keine perfekte Lösung für jeden Anleger. Dennoch möchten wir Ihnen unser nahezu perfektes Fondsdepots für Einsteiger nicht vor enthalten. Thema: Moderne PortfoliotheorieDer Masse einen Schritt voraus durch investieren mit Köpfchen. Die Effizienz der Märkte nutzenIndexing und passiv Investieren. Mehr als 80 % aller Anleger denken sie wären überdurchschnittlich. Warum? - Sie investieren in viel zu teure aktive Fonds. Durch passives Investieren sind Sie dank geringer Kosten der Masse voraus! Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit ETFs ein ertragreiches Portfolio zusammenstellen und zugleich Ihre Risiken minimieren können. |
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